Ho Chi Minh - 3 Tage in Saigon, der ehemaligen Hauptstadt von Vietnam
Nach einem Monat im schönen Da Nang wollten wir uns noch einen weiteren Teil von Vietnam anschauen. Vor ein paar Jahren waren wir ja bereits in Hanoi und auch Ha Long Bay, weshalb es uns dieses mal in die andere Ecke von Vietnam gezogen hat. Die aktuelle Hauptstadt Hanoi fanden wir ja leider alles andere als schön und waren sogar sehr froh, als wir nach nur zwei Nächten wieder von dort weg waren. Dieses mal haben wir uns daher Ho Chi Minh - oder auch das ehemalige Saigon - angeschaut. Ho Chi Minh ist eine Millionenstadt, war damals sogar die Hauptstadt von Vietnam und soll wohl einiges zu bieten haben. Ich muss sagen, ich finde es schwer mir vorzustellen, dass eine vietnamesische Stadt ähnliche Größenverhältnisse haben soll wie Bangkok. Hanoi wirkte damals eher beschaulich auf uns, daher waren wir beide gespannt, was uns in Ho Chi Minh erwartet. Unser Plan: 3,5 Tage in der ehemaligen vietnamesischen Hauptstadt bevor unsere Reise uns dann schon an den nächsten unbekannten Ort führt.
Ho Chi Minh, Saigon, Vietnam, August 2025
Tag 1: Ankunft, 5 Sterne Hotel Lotte & Japan Town
Am frühen Morgen gegen 8 Uhr ging es für uns bepackt mit zwei vollen Koffern, Rucksäcken und Reishut dann auch schon los von Da Nang. Am Flughafen angekommen ging so alles ganz gut. Allerdings hatte unser Flug über zwei Stunden Verspätung, weshalb wir einige Zeit am Flughafen von Da Nang verbringen mussten. Das war allerdings gar nicht so schlimm, da direkt nach der Sicherheitskontrolle ein leicht abgetrennter Bereich mit einem großen Tisch, ordentlichen Stühlen und sogar Strom als Arbeitsplatz eingerichtet war. Als wir ankamen war dort noch alles frei, weshalb wir uns auch direkt mit unseren Laptops dort eingerichtet haben. So konnten wir die Zeit immerhin sinnvolle nutzen. Generell ist der Flughafen von Da Nang aber nicht sonderlich groß. Es gibt nach der Security lediglich einen Bereich mit ein paar Shops, ein paar Restaurants und den Gates. Um von einem zum anderen Ende zu gelangen braucht man auch nur knappe 5 Minuten und man hat schnell alles gesehen. Da es aber Kaffee, Banh Mi und natürlich auch Pho gibt ist man generell doch ganz gut versorgt.
Nach etwa 1,5 Stunden Flug - der mit deutlicher Verspätung dann endlich in die Luft ging - startete dann unsere Reise nach Ho Chi Minh. Der Flug war angenehm, ging relativ schnell vorbei und bei der Landung mussten wir sehr schmunzeln, als die "Ballade of Ho Chi Minh" im Flugzeug gespielt wurde. Eine Art Hymne der vietnamesischen Stadt aber mit coolen Popvibes. So hatte man direkt nach der Landung irgendwie gute Laune. Mit unserem Gepäck ging es dann im Taxi zur gebuchten Unterkunft, ein Airbnb. Dort angekommen hatten wir allerdings direkt das Gefühl, dass diese Wohnung nicht dem entspricht, was wir gebucht hatten. Durch ein dunkles Parkhaus in dem es nach Urin roch ging es zu ranzigen Aufzügen und einem heruntergekommenen Wohnkomplex mit vielen Wohnungen. Einige Türen standen offen, alles wirkte sehr heruntergekommen und arm. Fast wie ein Slum. Uns war eigentlich schon direkt klar: hier bleiben wir nicht. So haben wir uns kurz die Wohnung angesehen, welche natürlich nicht annähernd so aussah wie auf den Fotos und haben direkt eine andere Übernachtungsmöglichkeit gebucht. Da unsere Laune nach dieser Wohnungspleite dezent im Keller war und wir ja nur ein paar Tage in Ho Chi Minh sind, haben wir spontan entschieden, uns ein 5-Sterne Hotel für diese paar Tage zu gönnen.
So ging es kurz darauf aus dem Slum hinaus und mit dem Taxi zum Hotel Lotte, ein modernes 5-Sterne Hotel direkt am Fluss. Dort angekommen fühlten wir uns direkt viel besser. Der Check-in lief problemlos, wir bekamen ein Begrüßungsgetränk und auch die Lobby mit dem angrenzenden Restaurant kann sich durchaus sehen lassen. Unser Gepäck wurde direkt ins Zimmer gebracht, ebenfalls ein Luxus den wir nach der dann doch anstrengenderen Reise gerne genossen. Unser Zimmer war groß, wir hatten ein riesiges bequemes Bett, Flussblick und ein großzügiges Badezimmer mit beheizter Toilette und Badewanne - ach und der Wasserdruck hier war einfach richtig gut. Etwas, das ich in Asien immer sehr vermisse. Da es bereits später Nachmittag war, haben wir uns nur kurz das Hotel angeschaut. Wir haben einen großen Pool, Fitnessstudio, Badmintonplatz, diverse Liegeecken mit Palmen und Sofas sowie eben der große Restaurantbereich, wo sowohl Frühstücks- als auch Lunch- und Abendbuffet angeboten wird. Da wir aber ja etwas von Ho Chi Minh sehen wollten, haben wir uns entschieden, einfach mal zu Fuß los zu spazieren in Richtung Japan Town. Ich muss sagen, in diesem Bereich in Ho Chi Minh merkt man nicht all zu viel von den Großstadtvibes. Die Straßen sind wie in Da Nang auch, vielleicht etwas größer aber ansonsten wirkt es doch sehr vietnamesisch. Japan Town selbst besteht scheinbar nur aus einer einzigen Straße mit vielen japanischen Lokalen, sodass wir dort schnell durch waren. Schließlich sind wir in einem Pub eingekehrt, wo Marc ein lokales Craftbeer sowie Spareribs gegessen hat. Nach dem ersten Abendessen sind wir dann aber auch zurück in unser Hotel, wo ich mir veganes Abendessen (eine Bowl mit Quinoa und Summerrolls) aufs Zimmer bestellt habe. Hier fanden wir es super cool, dass ich über Grab bestellen konnte, das Essen in der Lobby abgegeben und anschließend bis zu uns aufs Zimmer gebracht wurde. Praktischer und komfortabler geht es ja kaum. Das Essen war auch lecker, wir waren noch kurz duschen und sind dann auch erledigt in unser riesiges Bett gefallen. So schnell war unser erster Tag im ehemaligen Saigon dann auch schon vorbei.
Ho Chi Minh, Saigon, Vietnam, August 2025
Tag 2: Auszeit am Pool, Nomad Cold Brew Coffee, Tao Dan Park & Bui Vien Walking Street
Unseren zweiten und eigentlich ersten richtigen Tag in Ho Chi Minh haben wir ganz entspannt im Hotel begonnen. Nach dem Aufstehen und einem schnellen selbstgemachten Frühstück (Haferflocken mit Banane und Milch in den Hotelzimmergläsern) haben wir es uns nicht nehmen lassen, den Pool und die Sonne dort etwas zu genießen. Und es hat so gut getan, einfach mal dort in der Sonne zu liegen, die Ruhe zu genießen und im kühlen Nass zu baden. Tatsächlich haben wir beide festgestellt, dass die Ankunft in unserem Zimmer in Ho Chi Minh das erste mal seit über einem Monat ist, dass wir es nahezu still und ruhig haben. Dort hören wir keinen lauten Verkehr, keine durchgehendem Lautsprecherdurchsagen von Banh Bao Straßenverkäufern oder anderen, kein Gehupe oder Rufe von Menschen und auch keine laute Musik. Bis auf das sanfte Rauschen der Klimaanlage ist es im Lotte Hotel in Ho Chi Minh einfach sehr ruhig. Uns war schon vorher bewusst, dass wir die Ruhe vermisst haben aber jetzt wurde uns erst klar, wie wohltuend es ist auch einfach ist, wenn es um einen herum mal still ist. Auch im Poolbereich ist es ruhig, sodass wir uns dort sehr wohl gefühlt haben. Die warme Sonne auf der Haut zu spüren tat ebenfalls sehr gut und sie haben wir den Vormittag in aller Ruhe im Poolbereich auf den Liegen verbracht. Da wir auch direkt ein kleines Café am oder sogar im Hotel haben, war auch für Kaffee gesorgt. Mit Blick auf die Hochhäuser in Kombination mit den sattgrünen Palmen, den sanften Wasserplätschtern und dem türkisblauen Pool fühlte es sich an wie ein kleines Paradies.
Gegen Mittag haben wir uns dann aber auch wieder aufgemacht und sind bepackt mit unseren Laptops in das Nomad Cold Brew Café aufgebrochen. Dieses befindet sich in einer unfassbar schmalen Gasse und ist leicht zu übersehen. Von der Hauptsstraße wirkt es eher, als würde man in eine Sackgasse oder auch direkt in die Wohnhäuser der Vietnamesen gehen. Obwohl die Gasse an sich schon sehr schmal und eng ist, parken hier natürlich trotzdem Roller. Diese sind aber ordentlich und millimetergenau auf einer Seite der Gasse aufgestellt und zum Teil sogar mit Steinen unter den Ständern etwas aufgebockt, damit sie nicht zu weit in die schmale Straße hineinragen. Eine smarte und sehr clevere Idee, finde ich. Das Nomad Cold Brew Café war leer, sodass wir dort auch in aller Ruhe arbeiten konnten. Mit Klimaanlage, Strom, einem Tisch und einem Coldbrew Coffee für Marc hatten wir hier auch alles, was wir brauchen. Ich habe mich nach einer Zeit raus gesetzt auf die breite Fensterbank, da mir drinnen zu kühl war. Hier musste ich beim Arbeiten zwar die Füße einziehen, da mir sonst die Roller darüber gefahren werden, aber ich hatte einen schönen Blick auf die grünen Pflanzen rundherum. So haben wir dort ein paar Stunden verbracht, fleißig gearbeitet und einige Dinge online erledigt, bevor wir dann weiter gezogen sind.
Diesmal ging es zufuß weiter. Durch den Tao Dan Park sind wir durch die vietnamesische Stadt spaziert und staunten nicht schlecht über die enorm riesigen, bombastischen langen Bäumen, die nahezu unendlich in die Höhe ragten. Der Tao Dan Park ist außerdem ebenfalls ein sehr schöner Ort zum spazieren und entspannen. Alles ist grün, schön gestaltet und mit dekorativen Elementen verziehen. Nicht nur die gigantischen Bäume sind unfassbar beeindruckend sondern auch die Vielfalt der verschiedenen Pflanzen, Bäume und Blumen. Hier blühte es an jeder Ecke und es gibt viele Bänke, um sich niederzulassen und in Ruhe den Blick und auch die Gedanken schweifen zu lassen. Etwas, was wir auch das ein oder andere mal für ein paar Minuten getan haben. Unser Weg führte uns durch den Park und schließlich durch die Straßen von Ho Chi Minh in Richtung der Bui Vien Walking Street. Das Überqueren der Straßen und besonders der Kreisverkehre ist in Vietnam generell eine kleine Herausforderung, da es ist unfassbares Verkehrschaos ist. Man muss sich mit Ruhe aber auch mit Mut Schritt für Schritt vorwagen, dann fahren die Roller und Autos um einen herum. An der Bui Vien Walking Street angekommen haben wir uns am Straßenrand in einem kleinen Lokal auf Klappstühlen ein kühles Bier sowie eine Cola bestellt und anschließend dem Treiben auf der Partystraße Ho Chi Minhs zugesehen. Hier gibt es viele Clubs, Bars und Diskotheken, eine lauter und größer als die andere. Die Straße selbst wird jedoch bis zum späteren Abend von Autos und Rollern befahren, was wir etwas gefährlich fanden. Da wir beide aber genug von lauter Musik, Chaos und dem ganzen Trubel hatten, haben wir uns nur in Ruhe unsere kühlen Getränke schmecken lassen. Anschließend ging es für Marc noch spontan zum gegenüberliegenden Barbier für einen frischen Haarschnitt. Anschließend sind wir die Bui Vien Walking Street noch einmal hinunter geschlendert, waren am Schluss noch Getränke einkaufen und sind schließlich mit dem Taxi zurück in unser ruhiges Hotel gefahren, wo wir uns dann noch etwas zu Essen aufs Zimmer bestellt haben. Eine Auswahl vietnamesischer veganer Gerichte wie einer Pho, Summerrolls mit Drachenfrucht, einer Nudel-Bowl und Reiscracker.
Ho Chi Minh, Saigon, Vietnam, August 2025
Tag 3: Sim Racing, Arbeit im Café, Rooftopbar, Vincom Mega Mall & Kashew Cheese Deli Restaurant
Am nächsten Tag stand etwas außergewöhnlicheres auf dem Plan. Marc hatte herausgefunden, dass es in Ho Chi Minh einen Hersteller von verschiedenen Sitzen für das Sim-Racing gibt, etwas woran er schon länger interessiert ist. Um sich die verschiedenen Sitze (liegend oder auch in aufrechter Sitzposition) einmal in echt anzusehen sind wir daher an unserem dritten Tag im ehemaligen Saigon mit dem Taxi aufgebrochen und zu der Location gefahren, die Marc herausgesucht hatte. Dort angekommen standen wir aber ziemlich im nirgendwo. Es gab zwar ein paar normale Autowerkstätten und auch vereinzelt Wohnhäuser, von einem Ort für Simracing war aber weit und breit nichts zu sehen. Die Location stimmte zwar mit unserer auf Maps überein aber schnell war klar: dieser Ort existiert nicht mehr. Oder zumindest nicht hier. Da wir uns wirklich relativ weit abseits von belebten Umgebungen befanden, sind wir in das einzige Café in der Nähe gegangen um dort ein wenig zu arbeiten. Schon beim Betreten hat dieses Café mich mehr an die Eingangshalle eines kleinen Möbelhauses oder Lampengeschäftes erinnert. Da wir aber auch keine anderen Optionen hatten, es Internet, Strom und Kaffee gab, haben wir hier zumindest ein paar Stunden gearbeitet. Zu Beginn war es einfach nur merkwürdig, in diesem Cafe zu sitzen, da wir sowohl die einzigen Gäste waren und es eben wirkte wie ein Möbelhaus. Schließlich wurde es dann aber richtig komisch und auch unenspannt, da um uns herum einfach Möbel auf- und abgebaut wurden, die Einrichtung verschoben und ausgetauscht wurde und bis zu unseren Füßen um uns herum gearbeitet und gehandwerkelt wurde. Es wurden neue Schränke aufgebaut, alte Elemente hinausgetragen, geschraubt, gebohrt und sogar gesägt. Und das direkt neben uns. Es war also nicht nur laut und ungemütlich, wir fühlten uns einfach auch nicht mehr erwünscht und fehlplatziert. Daher sind wir dann auch aufgebrochen.
Ich hatte in der Zwischenzeit herausgefunden, dass der Hersteller der Simracing Sitze nicht all zu weit von uns einen neuen Standort hat, weshalb wir nun mit dem Taxi dorthin gefahren sind. Dort gab es zwar ein paar mehr Restaurant, allerdings war es dennoch schwer, das Sim-Racing Geschäft zu finden. Nach einer kleinen Stärkung bei KFC (aufgrund mangelnder anderer Optionen) sind wir schließlich in einer großen Autowerkstatt oder einem Autohaus gelandet, wo es einen kleinen Bereich mit den gesuchten Sitzen gab. Der Besitzer konnte Marc aber sehr gut beraten und zum Glück waren es auch genau die beiden Sitze, die Marc interessierten, sodass sich der Ausflug dann doch definitiv gelohnt hat.
Anschließend sind wir von dort zu Fuß zu einer Rooftopbar in der Nähe spaziert, wo wir uns auf dem Dach in der dritten Etage ein Bierchen und eine Cola genehmigt haben. Mit Blick auf den Financetower und die Hochhäuser von Ho Chi Minh sowie den Fluss haben wir hier den Sonnenuntergang abgewartet. Da es aber ein eher grauer Tag war, hatten wir hier leider Pech. Als es dann auch noch anfing leicht zu nieseln und für den restlichen Abend auch Regen sowie Gewitter gemeldet war, sind wir von der Bar mit dem Taxi zu der Vincom Mega Mall gefahren. Diese wäre zwar nicht all zu weit entfernt, allerdings ist es echt eine Qual und sehr anstrengend zu Fuß hier herumzugehen. Kurz nachdem wir in der Mall angekommen waren, regnete es dann auch in Strömen, sodass wir hier zumindest Glück hatten. Leider hat uns die Mall an sich nicht so gut gefallen. Vielleicht liegt es daran, dass wir anderes aus Thailand, Doha, Dubai oder auch anderen asiatischen Orten kennen - aber wir stellen immer wieder fest, dass die Malls in Vietnam nicht mit denen in Thailand vergleichbar sind. Dennoch sind wir hier herumgeschlendert, haben noch einen Kaffee getrunken und die Zeit etwas totgeschlagen, bevor wir schließlich erneut mit dem Taxi in das nur 5 Minuten entfernte Kashew Cheese Restaurant gefahren sind. Dort haben wir gemeinsam vegan zu Abend gegessen: Pizza, Pitabrot mit Tzatziki, ein Panini und einen Salat mit Drachenfrucht und veganen Cashew-Käse. Alles war sehr lecker, besonders der Apfel-Zimt-Smoothie. Aufgrund des Regens sind wir dann auch per Taxi zurück ins Hotel und haben den restlichen Abend mit Serie im Bett verbracht.
Ho Chi Minh, Saigon, Vietnam, August 2025
Tag 4: Frühstücksbuffet im Hotel, Entspannung am Pool, Regentag, Zeroism Café
Unseren letzten Tag, den Samstag, haben wir aufgrund des schlechten Wetters überwiegend im Hotel verbracht. Das war aber tatsächlich gar nicht schlimm. Wir wollten uns sowieso nochmal einen puren Tag voller Entspannung, guten Essen und Ruhe gönnen, bevor unsere Reise dann weiter geht. Da wir auch generell jetzt nicht so begeistert und angetan von dem ehemaligen Saigon sind, waren wir umso zufriedenener, dass wir uns für den Luxus im Hotel Lotte entschieden hatten. Es hätte zwar noch Orte wie das alte Postamt oder auch Kathedralen gegeben, die wir uns hätten anschauen können, aber ehrlich gesagt war unsere Lust darauf eher beschränkt. Wir hatten ja schon in Da Nang festgestellt, dass wir zwar die Cafés und auch das Leben dort sehr cool finden, die Sightseeing-Spots und "Touristenorte" aber eher nicht so unseres sind. Daher haben wir ja auch in Da Nang überwiegend unseren Alltag verbracht und haben am Wochenende drei mal einen Ausflug nach Hoi An gemacht, um dort durch die wunderschönen Gassen zu schlendern. In Ho Chi Minh war es ähnlich und leider hat unsere Lust auf Vietnam auch stark nachgelassen. Daher kam es uns gelegen, dass der Samstag eher grau und verregnet war. So mussten wir auch kein schlechtes Gewissen haben, den Tag nicht draußen zu verbringen.
Da uns das Frühstücksbuffet, oder generell die Buffets im Hotel, in den letzten Tagen sehr angelacht hatte, haben wir uns für den letzten Tag das dann doch recht teure Buffet gegönnt. Mit knapp 20€/Person ist es für vietnamesische Verhältnisse echt nicht günstig, die Auswahl ist aber auch sehr groß. Es gibt nahezu alles. Frische Brötchen, Banh Mi Baguettes, diverse Brote, Gebäcke und auch Aufschnitte wie Käse, Wurst, Fisch und mehr. In Vietnam dürfen frische Kräuter und Gemüse natürlich nicht fehlen, ebenso wie Pho, Dumplings und andere typisch vietnamesische Speisen und Gerichte. Außerdem gab es frisch gepressten Saft, frische kalte Kokosnüsse, eine gigantische Auswahl an Donuts aller Art und auch Cornflakes. Ebenso Obst mit Mango, Melone und Drachenfrucht, eine Crepe- und Waffelbar, wo diese frisch zubereitet werden und eine Auswahl an Salaten. Die süßen Gebäcke gab es auch in allen Varianten, manche sogar mit der vietnamesischen Flagge verziert. Wir haben uns nahezu durch alles durch probiert (ich mit einer Lactase-Tablette) bis wir pappsatt waren. Anschließend haben wir den Mittag im Zimmer etwas entspannt.
Am Nachmittag haben wir es uns am Pool gemütlich gemacht, sind bei dem Regen aber in eine überdachte Niche geflüchtet, und haben uns dort einen Tee und eine Kaffee vom Café genehmigt. Wirklich viel haben wir nicht gemacht. Vor unserem Ausflug zum Abendessen stand noch das Kofferpacken auf dem Plan. Auf dem Flug von Da Nang nach Ho Chi Minh hatten wir 30kg Aufgabegepäck, auf unserem Weiterflug am nächsten Tag allerdings nur 25 kg. Also hieß es, effizient packen und nochmal aussortieren. Am Abend waren wir dann beim Zeroism Café, einem veganen Restaurant auf der anderen Flussseite, zu Abend essen. Es gab Pizza, ein Chiabatta-Baguette sowie einen Salat. Anschließend ging es per Taxi wieder ins Hotel, wo wir uns dann noch veganen Nachtisch (Chiapudding mit Himbeeren, Schokoladenbrownie-Pudding sowie ein Crepe mit Banane, Schokolade und Erdnussbutter) bestellt haben. Und noch ein paar vegane Kekse für den morgigen Flug. Bei unserer Serie haben wir dann den Abend ausklingen lassen. Am nächsten Morgen geht es dann schon relativ früh weiter zu unserem nächsten Ziel: Doha.
Ho Chi Minh, Saigon, Vietnam, August 2025